Unterscheidungsvermögen

 

Ein Liebesbrief

Heute wirken starke Zündungs-Impulse in Bezug auf die Herzensenergie. Genau diese sind es, welche den Kern der gesamten Herausforderungen dieser Zeit, sowie auch deren Lösungen darstellt.

1*1 Dort wo die Aufmerksamkeit hin gelenkt wird,

geht die Lebens-Energie hin

Und die Lebens-Energie ist reine, pure Liebe!

Das ist es, was unser Wesen ausmacht – und das ist die einzig adäquate Antwort auf das Leben selbst.

Heute kommen die Liebes-Täubchen zum Einsatz, welche bei Aschenputtel so hilfreich wirkten; die all die vielen Samen sortierten, die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen.

In Anbetracht der Liebe sind natürlich alle gleichwertig – doch auch hier gilt: ‘Jeder ist Gross an seinem Platz’. Wo die einen gut zum Verzehr sind, werden die anderen wieder dem Schoss der Erde für neues Leben übergeben.

 

Diese Welt ist auf der Dualität mit seinen Polaritäten aufgebaut.

Und genauso wie man morgens die Sonne aufgehen sieht, welche die ganze Natur in Erscheinung treten lässt, ist sie es, die still im Zentrum des ganzen Geschehens weilt. Dennoch (wortwörtlich)scheint sie es zu sein, welche sich bewegt...

 

Dass es Mein– und Deinungen gibt, ist gerade mehr als offensichtlich.

Und da wir die Freiheit zu grosser Individualität zur Verfügung haben, sind all die Geschichten, welche sich daraus entwickeln, oft sehr unterschiedlich; sowieso immer einzigartig.

Für den ‘richtigen’ Nenner und Weg zu erkennen, innerlich und äusserlich im Gemeinsamen, ist das Unterscheidungsvermögen gefragt.

 

Ein wesentliches Werk im Yoga ist das Advaita, die Non-Dualität; als Essenz aus den Upanishaden, eine wesentliche Grundlage der Yoga-Sutren, der Wurzeln der ganzen Lehre von Yoga: ‘Das Kronjuwel des Unterscheidungsvermögens’, das wichtigste Werk dazu vom Weisen Namens Shankara.

Simpel, und somit natürlich nicht einem solchen Werk gebührend werden können, geht es um die ewig und unveränderliche Einheit, hinter der an-scheinend Welt der Trennung, Maya, welche permanent in Bewegung ist.

 

Das Unterscheidungsvermögen ist gerade ein sehr hilfreicher Massstab, welcher für das Persönliche wie das Gemeinsame angewendet und genutzt werden kann.

‘Das Wort ist lebendig’ – und diese zeitlosen Werke und ihr Wissen sind geschaffen worden, damit sie im Leben angewandt werden können.

Und gerade durch die grosse Individualität, wird ein jeder ganz persönlich eingeweiht. Eine Einweihung ist auch eine Prüfung – und genau eben wie die Liebes-Täubchen, bekommen auch wir alle Hilfe, wenn wir unseren Teil dazu beitragen.

 

Es ist einer der Essenzen aus the Works von Katie Byron, dass es nur drei Angelegenheit gibt: meine, deine und GOTTES Angelegenheiten!

GOTT ist die Wirklichkeit, die Realität und die Gegebenheit; somit kann man es auch einfach das Leben selbst nennen.

 

Um beim tiefsinnigen Märchen von Aschenputtel zu bleiben, sind die Tatsachen, dass sie die Aufgabe des Auslesens, für die am Boden zerstreuten Samen bekommen hat.

Obwohl es aussichtslos war, diese in der verbleibenden Zeit zu sortieren, so dass sie noch an den Ball des Königs konnte, machte sie sich an die Arbeit, und vergeudete keine Zeit darauf, mit dem Schicksal zu hadern.

 

Sie hat sich weder über die (an-scheinende) Ungerechtigkeit mit Widerstand gewehrt, indem sie sich dieser Aufgabe verwehrte; noch sich von Eifersucht, Wut und Neid über ihre Schwestern hingegeben, die während dessen an den Ball sind.

 

Ihre ganze Lebenssituation ist die Angelegenheit GOTTES: ihre Mutter verstorben, der Vater nicht anwesend, und die beiden Schwestern als eigene Kinder von der Stiefmutter bevorzugt.

Anmerkung: Die Stiefmütter in den Märchen stehen jedoch für die Mütter, welche den Zugang zur Liebe, zur Quelle des Seins verloren haben.

 

Das Verhalten der Stiefmutter, sowie das Schwestern, welche sich von ihr für den Ball zurecht machen liessen und ihr auch noch eine zusätzliche Arbeit aufbürdeten, ist deren Angelegenheit.

 

Aschenputtel kümmert sich alleine um ihre Angelegenheit!

Und dabei bekommt sie wundersame Hilfe – zuerst von den Liebes-Täubchen und dann ja auch noch vom Baum beim Grab ihrer Mutter.

...natürlich: alle, in diesem Fall die anderen Bediensteten, hätten ihr Recht gegeben, wenn sie sich für all die Ungerechtigkeiten beklagt hätte; sich in der Trauer und der Wut hätte gehen lassen...

Doch hätte ihr dabei die wundersamen Hilfen zuteil werden können?

 

Genau diese Einladung, diese Tore stehen gerade weit offen: sich um seine Angelegenheiten zu kümmern – und nur um seine!

Damit hat jeder genug zu tun...

Wir haben uns wortwörtlich weit aus dem Fenster gelehnt – und jetzt herrscht ein Sturm, der uns geheisst, sich auf sich selbst zu besinnen!

Und wie Katie so schön sagt: ‘Auf diese Weise bleibt uns sehr viel mehr Energie, um den Menschen zu dienen.’

 

Unterscheidungsvermögen bedeutet nicht urteilen!

Sich nicht über die gegebene Situation, die persönliche und somit immer sehr subjektive Wahrnehmung, (wortwörtlich) auszulassen – auch dessen Sinnlosigkeit zu erkennen.

Genau wie bei anderen Menschen – unabhängig, wie nahe sie uns stehen. Denn genau diese sind es oft, die wie Bäume uns den Wald gar nicht mehr sehen lassen!

 

Sondern eben genau diese drei Angelegenheiten zu erkennen, erfassen und zu unterscheiden.

Das hat natürlich auch viel mit Demut zu tun, welche jedoch so automatisch entsteht – eine fast vergessene Tugend, ohne die aber alles andere ohne Boden ist...

 

‘Grosser Geist, bewahre mich davor, über meinen Freund zu urteilen, bevor ich zehn Schritte in seinen Mokassins gegangen bin’

Dass es unmöglich ist, auch nur einen Schritt in den Lebens-Schuhen von jemand anderen zu gehen, ist offensichtlich.

Auch die Arroganz darin wird sichtbar, meinen zu wissen, was für jemand anderen richtig und falsch ist; oder sich gar über seinen Willen zu stellen, was das Bewahren der Würde antastet! Oder etwa, wie das Leben laufen sollte...

 

Genauso wenig, wie wir die Welt und das Leben selbst kontrollieren können, können wir das bei anderen Menschen nicht tun. Sie sind, wie sie sind und sie tun, was sie tun. Und sie sind nicht unsere Angelegenheit.

Die Geste, mit den Fingern auf was zu zeigen, ist sehr aussagekräftig: drei von den fünf Fingern, zeigen dabei immer auf uns selbst!

 

Die Gegebenheiten und die Andern mögen an-scheinend der Auslöser sein – doch ob wir in Reaktion darauf oder in eine Aktion im Einklang unseres Wesens gehen, ist immer wieder eine Entscheidung.

Denn genauso wenig, wie man keine Körperhaltung einnehmen kann, ist auch die geistige Haltung und somit Entscheidung, unausweichlich.

Und noch mehr, was für Taten daraus folgen, welche dann zu Tatsachen werden.

Das bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen; und schon gar nicht, sich selbst und somit seine Angelegenheiten zu übergehen.

Sondern eben das Unterscheidungsvermögen anzuwenden: was Sache ist, deren und meine Angelegenheit zu trennen – oder besser ausgedrückt, sie an den rechten Platz zu rücken.

 

Und natürlich ist alles eine Einheit und alles hat seine Konsequenzen. Aschenputtel hätte eben in den Widerstand zum Gegebenen gehen können, ja sogar davon laufen; doch wäre es wohl dann keines der grossen Märchen geworden, welche zeitlose Weisheiten aufzubewahren vermag.

Auch hätte wohl kaum die Magie der Tiere, wie des Baums und der Ahnen in dieser Geschichte, ihr bei der Erfüllung ihres Schicksal helfen können.

 

Unterscheidungsvermögen hat, wie alles vom Geist, geschult zu werden, damit es anwendbar ist.

Eine reine Wahrnehmung oder Bewusstsein zu üben, ist hier wahres Gold wert.

Wichtige Anmerkung: Der Weg in der Trauma-Heilung, wie er von führenden Therapeuten, genauso wie in der Quantenphysik als Null-Punkt mit seiner grossen Kraft angewendet wird.

 

Die Übung gelingt, wenn mit dem ganz Realen, Gegeben und Konkreten begonnen wird.

Denn für jeden Schritt bedarf es zuerst einmal eine Standortbestimmung, wenn man nicht wie ein blindes Huhn herum irren will.

Und wie alles, beginnt es bei sich selbst; wo wir bei der Meditation sind.

 

Es aufzuschreiben, auch in Form eines Tagebuchs, ist dabei sehr hilfreich.

 

Darin ist aus meiner Erfahrung the Works unschlagbar!

Denn natürlich sind es oft die anderen, die uns an triggern, wo wir selbst einen weiten Bogen darum machen!

(Link zum Arbeitsblatt: https://www.yumpu.com/de/document/read/42825837/arbeitsblatt-untersuche-eine-aberzeugung-the-work-of-byron-katie)

 

Da wird auch ersichtlich, wie wir die Gegebenheiten und die anderen Menschen im Leben nutzen können – oder anders formuliert: der einzige Feind ist in uns selbst, in unserer schlussendlich verzehrten Wahrnehmung der Wirklichkeit.

 

Wenn jemand mir sagt, dass ich wie ein violettes Schweinchen aussehe, hat das keine Resonanz in mir – denn ich glaube das ja nicht. Wenn man jedoch gewisse Dinge gesagt bekommt, die in einem Gefühle auslösen, ist dies ein sicheres Zeichen, dass ein entsprechendes Glaubensmuster vorhanden ist, wo es Anklang findet.

Was der andere über mich urteilt, ist nicht meine Angelegenheit – was jedoch in mir anklingt, sehr wohl.

 

Und genau so kann mit jedem angehörigen System um gegangen werden.

Sei es in Beziehungen, Familie, Beruf oder den anderen weltlichen Belangen.

 

Um mit Aschenputtel den Kreis rund zu machen, war das ursprüngliche Ende des Märchens – die Brüder Grimm haben die Märchen ja ‘nur’ gesammelt; und auch auf Geheiss des Königs verändert – war die ‘Wahl der rechten Braut’; oder eben das Kronjuwel des Unterscheidungsvermögens!

 

Und was alles eint, ist natürlich die Liebe.

Sie ist die Nabe vom Rad des Lebens. Das Zentrum und die goldene Mitte.

Das ist das Dharma, die grosse Ordnung und das, was bei jeder einzigartigen Bestimmung die Grundlage und Essenz von allem ist.

Unsere Aufgabe, ist zu lieben – ein Ja, zu dem was ist.

‘Seinen Nächsten zu lieben, wie sich selbst’ bedingt, dass die Liebe mit sich selbst die Voraussetzung ist.

Und dort beginnt und endet schlussendlich genau die Freiheit, der Frieden und all das Glück, nachdem wir uns so sehnen!

 

Um das in der yogischen Sprache zusammen zu fassen:

1*1 Solange du nicht weisst, wer du bist,

kannst du unmöglich wissen, was du willst

Doch erkennst du, wer du wirklich bist,

willst du nie mehr etwas anderes!

In Liebe

Andrea

YOGA-SHAKTI

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