Carpe Noctem

Carpe Noctem – nutze die Nacht!

Bald ist schon wieder der längste Tag – und somit die kürzeste Nacht. Und wo am Tage die Einzigartigkeit der Natur Ausdruck durch die Persönlichkeit verliehen wird, einigt die Macht der Nacht jeden Menschen mit

seinem Wesenskern durch den Schlaf.

Die am Tage als wahrgenommene Realität ist in Raum und Zeit eingebunden, und somit auch immer begrenzt.

Doch: in der Nacht herrscht die ewige Wirklichkeit als unbändige Lebenslust und grenzenlose Freiheit!

In der Trinität von Körper, Geist und Seele hat jeder Anteil sein spezifisches Wirkungsgebiet. Der Körper ist grundsätzlich am Tage am aktivsten – er bezieht durch die Sonne, das Licht, sowie durch Nahrung seine Energie. Eine seiner wichtigsten Funktionen ist die Umwandlung und somit Reinigung

Der von Natur aus vermittelnden Geist hat im Traum sein Hoheitsgebiet – am Tag wie in der Nacht ist er für die Vision verantwortlich. Er untersteht dem freien Willen – durch die hohe Unbewusstheit hat er zuerst im Traum selbst die Sinneseindrücke und ihre Konsequenzen des Tages auf der feinstofflichen Ebene zu verarbeiten, worauf die meisten Träume basieren. Doch seine eigentliche Hauptaufgabe ist der Kontakt mit der Seele – und so läuft jede Nacht sozusagen ein Update von der Seele zur Persönlichkeit.

Deshalb hat man seit jeher den Träumen eine ganz besondere Bedeutung beigemessen – denn sie offenbaren den optimalen Weg des Lebensplans. In vielen Kulturen - wie bei den Ägyptern, Tibetern, Aborigines und den Schamanen der ganzen Welt - ist der Traum sogar entscheidend für die ganze Realität des Tages. Sie praktizieren das sogenannte luzide Träumen, wo man nicht nur im Traum sich selbst bewusst ist, sondern diese auch ganz aktiv mitgestaltet. Astral-Reisen finden in der Traum-, wie auch mit dem nötigen Bewusstsein in der Tiefschlafphase statt.

Der Tiefschlaf gehört dann sozusagen ganz der Essenz vom Sein, der Seele. Da sich in dieser Phase die Persönlichkeit vollkommen auflöst, wäre das für ein ungeschultes Bewusstsein ein zu grosser Schock, weshalb er gänzlich unbewusst bleibt. Dort findet die Erfahrung von vollkommener Einheit, Verschmelzung und Auflösung in die Quelle selbst statt.

Da es im Yoga wie im Lebensprozess allgemein um die Ausdehnung und Entwicklung vom Bewusstsein selbst geht, wird der Schlaf allgemein schon im 2. Kapitel der Yoga-Sutren als ein Hindernis bezeichnet, dass zu überwinden ist.

Dementsprechend sind die Techniken und Wege im Yoga darauf ausgerichtet, sich einerseits möglichst effektiv zu regenerieren, um entsprechend viel Lebens-Energie für die Bewusstseinsentwicklung zur Verfügung zu haben.

Auf dass jeder zukünftige Morgen nie mehr der Beginn eines strengen,

arbeitsamen Tages sein möge, sondern stets ein freudvolles Erwachen, das sich wie ein erquickender Quellsprung unseres tief innewohnenden Wesens

fruchtbar in die Welt ergiesst!

YOGA-SHAKTI

Andrea Arnold YCH/EYU/SVEB   041 670 02 87 / 079 341 59 67   Schooswaldstrasse 8    CH-6020 Emmenbrücke

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